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Freiheit - die ich meine und mir nehme

Was, wenn ich nur noch vier Tage arbeite?

Arbeitstage

Du merkst, dass Dir die Arbeit langsam zu viel wird. Du denkst nur noch an Deadlines, bis Du Dich selbst schon "dead" fühlst. Der Freundeskreis ist auch beträchtlich geschrumpft, weil Du immer so lange im Büro sitzt. Das soll es also gewesen sein? Nein!

Auch wenn der Wille, Leistungen zu erbringen, heute sehr hoch gehandelt wird, musst Du das noch lange nicht mitmachen. Wenn Du merkst, dass Dir die Arbeit keinen Spass mehr macht, dass sie Dich wirklich auffrisst, musst Du die Reissleine ziehen. Da in vielen Betrieben Teilzeit angeboten wird, solltest Du, auch wenn Du keine Kinder hast - der Klassiker unter den Gründen, Teilzeit zu arbeiten - versuchen, die Arbeitswoche auf vier Tage zu reduzieren. Das ist sogar noch besser, als die tägliche Arbeitszeit zu reduzieren, denn, wie Du sicher auch weisst, sitzt Du dann doch schnell wieder Deine acht oder mehr Stunden vor Ort. Wenn ein Tag "fehlt", den Du selber aussuchen kannst, ist die Balance aus Arbeit und Leben schon sehr viel besser. Statt 5 zu 2 hast Du 4 zu 3, ein schlichtes Rechenexempel, das aber in der Umsetzung sehr viel mehr als das ist.

Was mache ich mit dem freien Tag?

Dass die Arbeit auch gut ablenken kann von den Gedanken, wie man sich sein Leben gut und sinnvoll gestaltet, ist Fakt. Wer immer viel zu tun hat, muss sich eben auch seine Situation nicht ansehen. Wenn Du Dich für "weniger Arbeit" entscheidest, musst Du zwangsläufig mehr Zeit und Interesse in Dein sonstiges Leben investieren. Was willst Du sonst noch, für welche Aktivitäten hast Du die Zeit denn frei gesetzt? Auch wenn weniger Arbeiten zunächst fast wie Urlaub klingt, kann es sein, dass Dir etwas fehlt. Das ist okay, denn Du brauchst eventuell einige Zeit, um heraus zu finden, was Du nun mit der vielen Zeit anstellen willst. Diese Zeit gleich wieder mit 1000 Terminen, Sport hier, Kosmetikerin da, zu füllen, ist nicht anzuraten. Lass es ruhig angehen, und geniesse erst einmal die Vorstellung, dass die Kollegen gerade im Büro schmoren. Und - mach nicht den Fehler, Bereitschaft zu signalisieren, wenn "Not am Mann" ist. Keine beruflichen Mails oder Anrufe an diesem Tag!

Luxus - so kann er aussehen

Und wenn Du erst einmal an Deinem freien Tag nur durch die Stadt bummelst, als seist Du ein Tourist, kann das schon Wunder bewirken. So sieht also der Alltag in Zürich oder Bern aus! Du wirst Dich selbst plötzlich auch anders sehen, Du hast Zeit, wie kostbar. Gut, und wenn Dir das nach einer Weile zu langweilig wird, suche Dir eine Beschäftigung, die Dir sinnvoll erscheint. Das kann vom Kurs in Aufbaukeramik über Tenniseinzelstunden bis zu einem Ehrenamt alles Mögliche sein. Es kann aber auch sein, dass Dir das dolce Vita so gut gefällt, dass Du den Tag als kostbare Auszeit nimmst und Dich regelmässig auf dem Balkon über Stunden mit einem Kaffee und einem spannenden Buch verlierst.

Tipp: Du solltest Dir die Gründe, aus denen Du die Arbeitswoche reduzierst, gut überlegen. Gib etwas "Plausibles" an, wie Kümmern um die (Gross)Eltern - und mach dann, was Du willst!

Bildquelle: stevepb / freeimages.com

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